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Montag, Oktober 3, 2022
Medien / KulturDer SWR trauert um Felix Huby

Der SWR trauert um Felix Huby

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Stuttgart (ots) –

Drehbuchautor Felix Huby, Erfinder der Tatort-Kommissare Bienzle und Palu, ist am Freitag, 19. August 2022, in Berlin gestorben

Felix Huby ist tot. Der Erfinder der Tatort-Kommissare Bienzle und Palu war einer der bekanntesten deutschen Drehbuchautoren. Er ist am Freitag, 19. August 2022, nach schwerer Krankheit im Alter von 83 Jahren in Berlin gestorben. Das meldet die Stuttgarter Zeitung.

SWR Intendant Kai Gniffke zum Tod Felix Hubys

SWR Intendant Kai Gniffke trauert um den renommierten Autor, der über viele Jahre eng mit dem Sender verbunden war: „Mit Felix Huby haben wir einen der prägenden Autoren der deutschen Fernsehkultur verloren. Als Erfinder der Figur des Tatort-Kommissars Ernst Bienzle hat er in unschätzbarem Maße dazu beigetragen, den Südwesten im TV zu repräsentieren. Er hat es in unvergleichlicher Art verstanden, das Lebensgefühl der Menschen in spannende und heitere Geschichten zu fassen. Dem SWR geht mit Felix Huby nicht nur einer seiner produktivsten Autoren, sondern auch ein kritischer Begleiter verloren. Sein Tod erfüllt uns mit tiefer Trauer.“

Biographie Felix Huby

Felix Huby wurde am 21. Dezember 1938 als Eberhard Hungerbühler in Dettenhausen bei Tübingen geboren. Nachdem er das Gymnasium ohne Abitur verlassen hatte, wurde er nach einem Volontariat Redakteur bei der Schwäbischen Donau-Zeitung. Von 1972 bis 1979 war er Spiegel-Korrespondent für Baden-Württemberg und berichtete auch über die RAF-Prozesse in Stuttgart. Aus seinen journalistischen Recherchen ging sein erster Roman „Der Atomkrieg in Weihersbronn“ hervor, der sich als großer Erfolg erwies. Im Anschluss verfasste er zudem zahlreiche erfolgreiche Drehbücher. Er erfand die „Tatort“-Kommissare Palu für den Saarländischen und Bienzle für den Süddeutschen Rundfunk; darüber hinaus schrieb er bahnbrechende Serien wie „Oh Gott, Herr Pfarrer“ oder „Ein Bayer auf Rügen“.

Auszeichnungen und Ehrungen

Huby war Träger des Verdienstordens des Landes Baden-Württemberg. Sein Werk wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u. a. mit dem Robert-Geisendörfer-Preis, dem Berliner Krimipreis und dem Ehren-Glauser. Im April 2007 erhielt er in Wien die „Goldene Romy“ für das beste Drehbuch des Jahres 2006, ausgezeichnet wurde „Tatort: Bienzle und der Tote im Weinberg“. 2016 wurde ihm der Ehrenpreis der Baden-Württembergischen Filmschau verliehen.

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