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Montag, Oktober 3, 2022
Bau / ImmobilienLBS-Immobilienspiegel: Preise in Sachsen auf Rekordhoch - Markkleeberg hat die höchsten Eigenheimpreise / Auch Radebeul und die Landeshauptstadt Dresden sind für Hauskäufer teuer

LBS-Immobilienspiegel: Preise in Sachsen auf Rekordhoch – Markkleeberg hat die höchsten Eigenheimpreise / Auch Radebeul und die Landeshauptstadt Dresden sind für Hauskäufer teuer

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Potsdam (ots) –

Der Immobilienmarkt ist auch in Sachsen von einem Rekord-Anstieg bei den Preisen für Wohnimmobilien geprägt. Das ist das Ergebnis der Studie „Markt für Wohnimmobilien 2022“ der Landesbausparkassen. Für den Freistaat Sachsen wurden 39 Städte erfasst. Die höchsten Preise für gebrauchte Eigenheime in Sachsen werden in Markkleeberg verlangt. Der hier am häufigsten genannte Wert für ein freistehendes Ein- oder Zweifamilienhaus beträgt 600.000 Euro. Teuer wird es für Hauskäufer auch in Radebeul und der Landeshauptstadt Dresden. In Radebeul liegen die Standardpreise bei 550.000 Euro, in Dresden bei 540.000 Euro. Allein in Radebeul verteuerten sich gebrauchte Eigenheime um 49 Prozent.

„Unser aktueller Kaufpreisspiegel bestätigt den Aufwärtstrend bei den Preisen in den meisten sächsischen Städten. Spitzenreiter bleibt Markkleeberg mit 600.000 Euro, 180.000 Euro mehr vor fünf Jahren. Aber auch in Radebeul werden 235.000 Euro mehr, in Dresden 200.000 Euro und in Freital 200.000 Euro mehr für gebrauchte Eigenheime verlangt als im genannten Vergleichszeitraum“, erklärt Jens Riemer, Mitglied des Vorstandes der LBS Ost. Wegen der zuletzt noch günstigen Zinsen sei die Nachfrage nach Eigenheimen besonders hoch und weit größer als das Angebot in den einzelnen Städten. Das wirke sich auch auf die Preise in den „Speckgürteln“ der Städte aus, beschreibt der LBS-Chef. So kann Bannewitz als Gemeinde mit einem durchschnittlichen Angebotspreis von 425.000 Euro aufwarten. Das ist ein Plus von 165.000 Euro in fünf Jahren.

Auf den nachfolgenden Plätzen der aktuellen sächsischen Preisskala liegen die Städte Freital mit aktuell 450.000 Euro sowie Leipzig und Wilsdruff jeweils mit den häufigsten Eigenheimpreisen von 420.000 Euro. In Taucha zahlen Normalverdiener 360.000 Euro (+ 110.000 Euro), in Döbeln 320.000 Euro (+ 135.000 Euro), in Coswig ebenfalls 320.000 Euro (+ 95.000 Euro), in Chemnitz 300.000 Euro (+ 80.000 Euro) In der Preisspanne von 300.000 Euro bis 250.000 Euro liegen zum Beispiel die Städte Großenhain und Markranstädt mit jeweils 300.000 Euro, Eilenburg und Bautzen mit jeweils 280.000 Euro, Delitzsch, Radeberg und Glauchau mit 270.000 Euro sowie Meißen und Zwickau mit 250.000 Euro. Bei 200.000 Euro liegen beispielsweise die Städte Dippoldiswalde, Crimmitschau, Görlitz und Hoyerswerda für gebrauchte Eigenheime. Die günstigsten Immobilien finden sich in Freiberg und Riesa mit je 150.000 Euro, in Grimma für 140.000 Euro und in Annaberg-Buchholtz für 130.000 Euro.

Wohnungsmarkt in unsicheren Zeiten

Nach Einschätzung der befragten Experten war zu Beginn des Jahres auch für 2022 keine Entspannung in Sicht. Das Angebot ist niedriger als die weiter steigende Nachfrage in allen Segmenten, egal, ob Haus, Wohnung oder Bauland. Die traditionell starke Nachfrage nach älteren Gebrauchtobjekten wird nach Einschätzung der Immobilienexperten in allen betrachteten Regionen weiter steigen. Diesem großen Bedarf steht eine regional mittlerweile sehr unterschiedliche Entwicklung des Angebots gegenüber. Im Bundesdurchschnitt belaufen sich die Preiserwartungen für gebrauchte Einfamilienhäuser 2022 auf ein Plus von 6,9 Prozent. Das liegt über der Einschätzung des Vorjahres und stellt einen neuen Rekordwert seit Beginn der Barometererhebung im Jahr 2004 dar.

Das Interesse der Menschen an Wohneigentum ist ungebrochen hoch. Allerdings leidet die Erschwinglichkeit von Wohneigentum oft an den heutigen Preisen und der damit verbundenen Finanzierungssumme, die für viele Bau- und Kaufwillige schwer zu stemmen ist. Hinzu kommt es durch den abrupten und schnellen Anstieg der Kreditzinsen zu einer deutlichen Veränderung der monatlichen Finanzierungs-belastungen der Eigentümer. Bei Neu- und Anschlussfinanzierungen bedeutet das eine deutliche Mehrbelastung von mehreren 100 Euro monatlich, die immer schwerer zu finanzieren sind.

Zu den teilweise großen Preissprüngen und fehlenden Baumaterialien kommen regional noch knappe Handwerkerkapazitäten und die explodierenden Energiepreise. Dies dämpft die Nachfrage der privaten Wohnungskäufer. Doch das Angebot an Wohnungen wird infolge des Material- und Fachkräftemangels weiter knapp bleiben. Deshalb erscheint vorläufig eine Beruhigung der Immobilienpreise unter den aktuellen Vorzeichen wahrscheinlicher als ein substanzieller Rückgang. Hinzu kommt, dass die Inflation tendenziell die Immobilienpreise ebenfalls ansteigen lässt.

Die Daten stammen aus dem neuesten Preisspiegel der Landesbausparkassen. Er gibt ein umfassendes Bild auf die wichtigsten Zahlen zum Wohnungsmarkt. Grundlage hierfür und die Einschätzungen zur weiteren Marktentwicklung ist eine jährliche Umfrage bei den LBS-Immobiliengesellschaften (LBSI). Die aktuellen Kaufpreise für neue und gebrauchte Wohnimmobilien in 1.060 Städten sind auch online unter www.lbs-mfw.de einsehbar. Die kostenlose Broschüre kann schriftlich beim LBS-Versandservice, Stichwort „Immobilienmarkt 2022“, Werner-von-Siemens-Str. 13, 53340 Meckenheim oder per Mail über lbs@druckcenter.de bestellt werden.

Pressekontakt:

Ariane Greiner
Tel.: 0331 969 21 54
Mail: ariane.greiner@lbs-ost.de

Original-Content von: LBS Ostdeutsche Landesbausparkasse AG, übermittelt durch news aktuell

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