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Medien / KulturWeltspiegel - Auslandskorrespondenten berichten / am Sonntag, 25. September 2022, um 18:30 Uhr vom BR im Ersten

Weltspiegel – Auslandskorrespondenten berichten / am Sonntag, 25. September 2022, um 18:30 Uhr vom BR im Ersten

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München (ots) –

Moderation: Natalie Amiri

Geplante Themen:

Ukraine: Jüdische Pilger in Uman erwartet

Trotz des Krieges und einer Aufrüstung Russlands wollen tausende streng religiöse Juden zum Neujahrsfest in die Ukraine reisen. Mitten in der Ukraine liegt Uman, ein traditioneller jüdischer Pilgerort. Der Krieg in der Ukraine hat allerdings auch die Stadt zwischen Kiew und Odessa getroffen, Menschen sind gestorben. Israels Regierung hat eine Reisewarnung ausgegeben. Doch das Grab eines Rabbi in Uman zu besuchen, sei wichtiger als die mögliche Lebensgefahr, so der ukrainische Botschafter in Israel. (Autor: Vassili Golod, ARD Kiew)

Italien: Vor dem Rechtsruck?

Italien wählt am Sonntag – und nach den Vorhersagen liegt die sogenannte postfaschistische Partei „Brüder Italiens“ von Georgia Meloni in Führung. Sie könnte mit ihrem rechten Bündnis die nächste Regierung Italiens stellen. Wie erklärt sich der mögliche Rechtsruck, wie „tickt“ das Land von Nord bis Süd? Dafür hat die ARD-Korrespondentin im Studio Rom, Anja Miller, eine Rundreise gemacht. Im Süden stehen die Strandbetreiber hinter Meloni, denn sie verspricht ihnen, dass sie sich um ihre Zukunft oder Bestimmungen der Europäischen Union keine Sorgen machen müssten. In Venedig treffen wir jugendliche Umweltaktivisten, die das Thema Klimaschutz bei keiner Partei vertreten sehen. Und im Norden, dem Wirtschaftszentrum, sorgen sich viele um die Stabilität des Landes. Viele aber sind vor allem unentschlossen oder von der Politik enttäuscht. (Autorin: Anja Miller, ARD Rom)

Türkei: Erdogan droht mit Angriff der Ägäis-Inseln

Der Grieche Yorgo ist Fährkapitän und wohnt auf der griechischen Insel Kastelorizo, die nur drei Kilometer vom türkischen Festland entfernt liegt. Er kann kaum noch gehen. Deshalb hat ihm sein türkischer Freund Ali einen türkischen Physiotherapeuten organisiert, der regelmäßig Yorgo behandelt. Trotz der Drohung des türkischen Präsidenten Erdogan, eines Nachts Soldaten loszuschicken und einer oft feindseligen Haltung der griechischen Regierung gegenüber Ankara, können Griechen und Türken in der Ägäis offenbar Freunde sein. Doch an einem der beiden Drehtage hat der örtliche griechische Polizeichef auf Kastelorizo die Kamera unseres Fernsehteams beschlagnahmt und den Inselbewohnern gesagt, sie sollen keine Interviews geben. Er sagte, man hätte eine schriftliche Genehmigung benötigt. Einschränkungen wie diese erleben Journalisten sonst nicht in einem EU-Land. (Autor: Oliver Mayer-Rüth, ARD Istanbul)

Iran: Proteste gegen das Regime

Im Iran wird seit mehr als einer Woche demonstriert. Auslöser war der Tod einer jungen Frau nach ihrer Festnahme durch die Sittenpolizei. Viele Protestierende fordern offen das Ende der Islamischen Republik. Die Führung erklärt die Proteste als vom Ausland gesteuert und geht mit harter Hand gegen die Demonstranten vor. Mehrere Tote sind bereits bestätigt. (Autorin: Katharina Willinger, ARD Teheran)

Brasilien: Bedrohtes Buckelwal-Paradies

Eigentlich ist es eine Erfolgsgeschichte, die Eduardo Camargo mit seinem Team im Inselparadies Abrolhos geschrieben hat: Dank eines Meeresschutzgebietes sind die Buckelwale nicht mehr vom Aussterben bedroht. Eduardo kontrolliert mit seinem Team zudem die Gesundheit der riesigen Tiere, die im südamerikanischen Winter aus der Antarktis Richtung Norden ziehen, um vor der Küste Brasiliens ihre Jungen zu gebären und aufzuziehen.

Doch seit Jahren bedroht die steigende Off-Shore-Ölförderung vor Brasiliens Küste das Walbrutgebiet. Durch den Ukrainekrieg ist die Gier nach Öl nochmals gestiegen. Anfang des Jahres hat Brasiliens Regierung außerdem eine Umweltpufferzone um Abrolhos abgeschafft – sehr zu Eduardos Entsetzen. (Autor: Matthias Ebert, ARD Rio de Janeiro)

Malaysia: David gegen Goliath

Im Kinta-Tal auf der malaysischen Halbinsel im Bundesstaat Perak siedeln Menschen schon seit vielen Tausend Jahren. In den Höhlen unter den Kalksandstein-Hügeln haben sich viele Wandmalereien aus prähistorischer Zeit erhalten. Und die sind jetzt in Gefahr, denn der Kalksandstein ist begehrt. Kalk ist Grundstoff für Zement und Zement ist nötig auf den großen Baustellen in den Metropolen.

Ein paar Einheimische haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Erinnerungen an die Relikte ihrer Heimat zu bewahren: Der 39-jährige Ah Tat erkundet die Höhlen und findet immer wieder Wandmalereien. Für Ah Tat ist das Erkunden auch ein Rennen gegen die Zeit, denn die Malereien, die er findet, werden irgendwann weggesprengt werden. (Autor: Chi too, Clas Oliver Richter, ARD Singapur)

Redaktion: Brigitte Abold

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