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Freitag, Dezember 9, 2022
Medien / KulturN-ICE - Der deutsche Banksy heißt Schimmler / Von Graffiti, Contemporary- und Krypto-Kunst - Werkschau in Berliner Heeresbäckerei

N-ICE – Der deutsche Banksy heißt Schimmler / Von Graffiti, Contemporary- und Krypto-Kunst – Werkschau in Berliner Heeresbäckerei

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Berlin (ots) –

Die spektakuläre Pop-up-Art-Show des Berliner Künstlers Schimmler gestern in der Heeresbäckerei in Berlin-Kreuzberg war die Renaissance eines der bekanntesten deutschen Graffiti- und Streetart-Sprayers der Jahrtausendwende.

Der 40. Geburtstag des damaligen Outlaws zeigte in der Werkschau mit 40 Positionen, dass der wilde Furor, die Unangepasstheit und kreative Wildheit nicht gewichen sind, sondern nur den Bildträger gewechselt haben. Nicht mehr U-Bahn-Züge oder Häuserwände dienen als Hintergrund, sondern die klassische Leinwand.

Sein Name wird in einer Reihe bedeutender Künstler genannt: Banksy, Blue, Naegeli oder El Bocho. Die Berliner Medien bezeichneten Schimmler als den deutschen Banksy.

Die frühe Schaffensperiode der Straße war von Revolte, Illegalität, Spontaneität und kreativer Wildheit geprägt. Es war eine Kunst des Protests, der Auflehnung, ein Gegenmodell zur etablierten Kunst musealer Provenienz.

Schimmlers Chiffren, seine Symbole der Auflehnung waren überall in Europa zu finden. Auch in Übersee sprayte der Rebell von der Spree durch den Anschluss an die berühmte Boxmanufaktur von Jacky Chan. Brasilien, Thailand und die USA waren Orte für seine temporäre Kunst.

Heute zählt Schimmler, dessen (Künstler-)Name damals Schutz und Anonymität gewährleisten sollte, zu den etablierten Künstlern einer Generation, die sich die Radikalität der Streetart-Epoche bewahrt hat.

Nur mit einem Unterschied: Seine Entwicklung „From street to Art“ hat dazu geführt, dass seine Kunst heute in bedeutenden Privatsammlungen auf der ganzen Welt zu finden ist.

Seine kosmopolitische Haltung, das Magische und Abstrakte findet sich ganz besonders in seinen aktuellen Arbeiten, die sich den Themengruppen Chaos-Ordnung-Struktur, Labyrinth oder Kosmos widmen. Die Positionen bewahren den wilden Gestus des Unangepassten aus seiner Street-Art- und Graffiti-Phase. Aus der Kunst im öffentlichen Raum wird nun Kunst im privaten Raum, die dennoch nicht weniger provokant ist:

Auf einer abstrakten Folie blitzen Chiffren durch, die gegenständlichen Zitaten gleich, die gesellschaftlichen Normen hinterfragen oder kritisieren. Dabei hat sich zum Frühwerk, das durch einen manchmal chaotischen Furor gekennzeichnet war, eine stilistische Disziplin durchgesetzt, die zeitweise formal streng, das Chaos ordnet oder neu in einen Ordnungsrahmen setzt.

Das ist sicher auch nicht weiter verwunderlich bei einem Künstler, der – 40-jährig – eine Gelassenheit und Souveränität reflektiert, die in den wilden, zum Teil illegalen Aktionen der Jahrtausendwende noch nicht sichtbar waren.

Zur Werkschau hat Schimmler ferner mit „Berg und Tal“ ein NFT-Krypto-Kunstwerk geschaffen, das zu einem moderaten Preis von 100 EUR einhundertmal als NFT zu erwerben war. Hinter den NFTs stehen bei Schimmler zwei Gedanken:

Zum einen will er so zusagen barrierefrei einer großen und jungen Zielgruppe das Sammeln ermöglichen. Hierzu gibt es eine Kooperation mit der Plattform „Foundation.App“, die die Technologie dafür zur Verfügung stellt. Außerdem hat das Studio Schimmler Art einen eigenen Webshop etabliert.

Der zweite Gedanke ist eine Stiftungsidee, die Schimmler mit seiner Frau Antje verwirklichen will. Seine Kunst soll helfen und unterstützen, vielleicht die Rebellen und Outlaws von heute.

Mit der Kunstvermittlung über NFT steht Schimmler in guter Gesellschaft. Bekanntermaßen sind traditionsreiche Auktionshäuser wie Christie`s oder Sotheby`s längst in das Geschäft mit Krypto-Kunst eingestiegen und erzielten in der Vergangenheit bei Auktionen zweistellige Millionenbeträge. Es sieht ganz danach aus, dass Schimmler mit seiner Krypto-Kunst an die großen Erfolge von Beeple und Co. anschließen könnte.

Schimmler selbst arbeitet gegenwärtig an einer Auftragsarbeit für einen bekannten deutschen Industriellen und an einem neuen Werkzyklus. Im nächsten Jahr sind weitere Ausstellungen geplant in Berlin, Barcelona sowie in Miami.

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Ralf Jaksch

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