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350. Todestag von Rembrandt van Rijn am 4. Oktober 2019

Ein Rückblick auf den Künstler des Barocks

Der wohl bekannteste niederländische Künstler des Barocks ist Rembrandt Harmenszoon van Rijn, der vor allem unter seinem Vornamen Rembrandt bekannt wurde. Er wurde am 15. Juli 1606 in Leiden geboren und starb am 4. Oktober 1669 in Amsterdam. Dort lebte er seit 1631 und wurde als großer Künstler der Gegenwart gefeiert. Dennoch starb er am Ende in Armut. Zum 350. Todestag blicken wir zurück auf ein bewegtes Leben.

Rembrandt war das zweitjüngste von neun Kindern, sein Vater war ein Müller, seine Mutter eine Bäckerstochter. Er besuchte die Grundschule und anschließend die Lateinschule. Anschließend studierte er an der philosophischen Fakultät seiner Heimatstadt Leiden, brach das Studium jedoch schnell zugunsten der Malerei ab und wurde Schüler von Jacob Isaacsz von Swanenburgh. Später ging er beim Historienmaler Pieter Lastmann in Amsterdam in die Lehre, der ihn sehr stark prägte.

1625 gründete Rembrandt mit seinem Freund Jan Lievens die erste eigene Werkstatt und widmete sich der Historienmalerei und physiognomischen Themen. Später begann er mit Radierungen und nahm erste Schüler an. Gute Kontakte ermöglichten ihm den Zugang zum britischen Adel. Erste Bilder von Rembrandt wurden bereits von anderen Künstlern kopiert. Durch seine Erfolge bestätigt zog er in die aufstrebende Stadt Amsterdam und trat dem Atelier des Kunsthändlers Hendrick von Uylenburgh bei. Bald erhielt er Porträtaufträge für reiche amsterdamer Kaufleute. Einige seiner berühmtesten Gemälde entstanden in dieser Zeit.

Im Jahr 1634 heiratete Rembrandt die wohlhabende Nichte eines Kunsthändlers, Saskia von Uylenburgh und trat der Lukasgilde bei. Der 1635 erstgeborene Sohn Rombertus verstarb in den ersten Monaten. 1636 zog das Ehepaar in ein größeres Haus, dort begann Rembrandt einen florierenden Kunsthandel und legte eine Sammlung historischer und wissenschaftlicher Objekte, Tiere, Pflanzen und Exotika an. 1638 kam die Tochter Cornelia zur Welt, die ebenfalls bald verstarb.

Das Wohnhaus in der Breestraat, in dem sich bis heute das Museum Het Rembrandthuis befindet, kaufte er im Januar 1639. 1640 verstarb auch die zweite Tochter, kurz darauf verstarb seine Mutter. Er begann nun mit der Landschaftsmalerei und mit Radierungen von Landschaftsthemen. Im Jahr 1641 wurde der Sohn Titus geboren, bald darauf, im Jahr 1642 verstarb seine Ehefrau Saskia. Vom Tod seiner Frau aus der Bahn geworfen, ließ Rembrandts Schaffenskraft und Produktivität von da an deutlich nach, er kümmerte sich mehr um seinen Sohn. Für den Haushalt und die Kinderbetreuung stellte er verschiedene Angestellte ein.

Eine von ihnen, Hendrickje, wurde zu Rembrandts neuer Partnerin. Durch diverse Streitigkeiten und Gerichtsprozesse häuften sich von nun an Schulden an, die er immer weniger begleichen konnte. Stattdessen musste er sich Geld leihen. 1654 wurde seine insgesamt dritte Tochter mit Hendrickje geboren. Im Jahr 1656 überschrieb er sein Haus auf seinen Sohn Titus und wurde kurz darauf für zahlungsunfähig erklärt. Das Haus und die Sammlung mussten versteigert werden, dies reichte jedoch immer noch nicht zum Ausgleich der Schulden. Seine letzten Jahre verbrachte er in einem sozial schwächeren Milieu. Titus verstarb im Jahr 1668, worauf Rembrandt zu seiner Schwiegertochter zog, die ihm 1669 einen Enkel gebar. Am 4. Oktober 1669 verstarb Rembrandt und wurde am 8. Oktober in der Westerkerk beigesetzt. Sein letztes Bild, Simeon im Tempel, blieb unvollendet.

Zu den berühmtesten Werken Rembrandts zählen Die Anatomie des Dr. Tulp, Die Nachtwache, Die Blendung Simons sowie Das Hundertguldenblatt. Besonders auffällig in seiner Malerei ist die Verwendung des Kontrast von hell und dunkel. Neben Gemälden fertigte er auch Radierungen und Zeichnungen an und betätigte sich in der Ausbildung junger Künstler. Er beschäftigte sich hauptsächlich mit Landschaftsmalerei und Porträtmalerei und setzte viele biblische und mythologische Szenen um.

Die Hauptthemen der Radierungen und Gemälde Rembrandts beschäftigten sich mit Porträts und Historien. Unter den Werken finden sich auch zahlreiche Selbsporträts. Auch biblische Szenen gehörten zu seinen Spezialitäten. Seine Porträts hoben sich vor allem dadurch ab, dass sie die Porträtierten nicht in statischer Pose, sondern in Szenen aus ihrem Leben darstellten.

Die ersten Werke Rembrandts sind mit dem Monogramm RH gezeichnet, auf späteren Werken findet sich das Kürzel RHL. Das L bezeichnet seine Heimatstadt Leiden, der er immer verbunden blieb. Ab dem Alter von 26 Jahren signierte er seine Werke mit seinem vollen Vornamen Rembrandt. Seine Werke sind heute in den weltweit größten und berühmtesten Museen zu sehen, viele davon sind jedoch auch im privaten Besitz und in namhaften Sammlungen. Sonderausstelllungen und Wanderausstellungen mit Rembrandts Werken üben bis heute eine große Anziehungskraft auf das kunstinteressierte Publikum aus und sind stark frequentiert.

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