StartWirtschaft und FinanzenVerhalten verändern - neue Gewohnheiten bilden

Verhalten verändern – neue Gewohnheiten bilden

Executive Coach Thomas Gelmi erklärt, wie Sie durch Verhaltensänderung neue Gewohnheiten bilden können

Um neue positive Gewohnheiten bilden zu können, müsse man zunächst wissen, was genau eine Gewohnheit ist. Thomas Gelmi, Experte für Selbst- und Beziehungskompetenz, erklärt: „Stellen Sie sich vor, Sie arbeiten am Computer und plötzlich poppt die Meldung hoch, dass eine neue E-Mail reingekommen ist. Das ist ein Impuls, ein Trigger, der Ihr Gehirn dazu stimuliert, entsprechend zu handeln. Ihre Reaktion darauf ist mit großer Wahrscheinlichkeit, zum E-Mail-Programm zu wechseln. Sie lesen die Mail und bekommen eine kurze Dopaminausschüttung als Belohnung dafür, dass Sie dem Impuls Folge geleistet haben.“

Mit der Zeit bilde sich so eine starke Gewohnheit, dass der Trigger das Verlangen nach der Belohnung direkt auslöse. „Reagieren Sie aus irgendeinem Grund nicht auf den Trigger, löst Ihr Gehirn das entsprechende Verlangen aus, das Sie dazu ermutigt, dieses Verhalten an den Tag zu legen“, führt Gelmi aus.

Forschungsergebnissen zufolge seien rund 95 Prozent der Dinge, die Menschen tagtäglich tun, automatische und daher unbewusste Verhaltensweisen und nur fünf Prozent dagegen bewusst beabsichtigt. Der Sparringspartner für Top Manager dazu: „Unser bewusster Wille beeinflusst nur einen kleinen Teil unserer tagtäglichen Aktionen – was unter anderem erklärt, warum wir tendenziell zu viel Zeit auf dringende und zu wenig Zeit auf die wirklich wichtigen und wesentlichen Dinge verwenden.“

Um erfolgreich neue Gewohnheiten zu bilden, sei es wichtig fokussiert vorzugehen. „Wenn Sie zum Beispiel mit dem Rauchen aufhören wollen, dann fokussieren Sie nicht darauf, wie Sie die Zigaretten aus Ihrem Leben entfernen. Legen Sie stattdessen Ihren Fokus darauf, was Sie in Zukunft anders tun wollen – oder was Sie in den Momenten tun wollen, in denen Sie bisher geraucht haben. Legen Sie den Fokus auf das Bilden der neuen Gewohnheit. Es geht um den Schritt von Willenskraft zu automatischem, gewohnheitsmäßigem Verhalten“, so Gelmi.

Dies sei vor allem deshalb wichtig, weil deutlich weniger Energie notwendig ist, wenn man über Dinge gar nicht erst nachdenken muss.

Mehr Informationen zu Thomas Gelmi: http://www.thomasgelmi.com

Thomas Gelmi unterstützt weltweit Führungskräfte und deren Teams in Unternehmen unterschiedlichster Größe und verschiedenster Branchen. Dazu gehören global tätige Organisationen wie die WTO, Siemens, Roche, oder Credit Suisse, aber auch KMUs und Privatkunden. Sein Fokus liegt dabei auf der Entwicklung von Selbst- und Beziehungskompetenz in Führung, Zusammenarbeit und Kundenkontakt.

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